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Wemding
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Wemding (, schwĂ€bisch: Wendi) ist eine Stadt im schwĂ€bischen Landkreis Donau-Ries in Bayern und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wemding mit den Gemeinden Huisheim, FĂŒnfstetten, Otting, Wolferstadt.

Die Stadt liegt am Rand des durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Ries-Kraters im Geopark Ries, einem zertifizierten UNESCO Global Geopark. Überregional bekannt ist der staatlich anerkannte Erholungsort als Wallfahrtsstadt (Basilika minor: „Maria BrĂŒnnlein zum Trost“) und als Fuchsienstadt.

Contents

‱ Geografie
‱ Geschichte
‱ Politik
‱ Stadtrat
‱ Wappen
‱ Museen
‱ Vereine
‱ Verkehr
‱ Unternehmen
‱ Tourismus
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geografie

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus zwei Gemarkungen und hat fĂŒnf Gemeindeteile:cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]

‱ Gemarkung und Hauptort Wemding mit der Wallfahrtsbasilika Maria BrĂŒnnlein und der Einöde Wildbad
‱ Gemarkung und Kirchdorf Amerbach mit dem Weiler Amerbacherkreut

Durch die Lage am Kraterrand des Nördlinger Rieses (UNESCO Global Geopark) gibt es mehrere Aussichtspunkte in Ries: nördliche Anhöhe an der „Platte“, den Aussichtspunkt „Grotte“ bei Amerbach sowie am Spazierweg zum Waldsee „Zur schönen Aussicht“.

Bevölkerung

Am 17. Mai 1939 hatte die Stadt Wemding 2541 Einwohner, der Gemeindeteil Amerbach 420. Der abrupte Anstieg der Einwohnerzahl am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 bis 1950 ist auf die Aufnahme von mehr als 2000 Heimatvertriebenen und FlĂŒchtlingen zurĂŒckzufĂŒhren. Stetiges Bevölkerungswachstum verzeichnet das Stadtgebiet bis heute. Wemding hat seit dem Jahr 2000 etwa 5800 Einwohner und auch die Prognose sagt eine stabile Entwicklung voraus. Wemding liegt also nicht im Trend der prognostizierten BevölkerungsrĂŒckgĂ€nge im Landkreis Donau-Ries.

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Stadt von 5.301 auf 5.802 um 501 Einwohner bzw. um 9,5 %.

Geschichte

Das Stadtarchiv Wemding ist die zentrale stĂ€dtische Fachdienststelle fĂŒr alle Fragen zu Daten und Ereignissen der Geschichte Wemdings. Dort werden Dokumente der Stadtgeschichte, historische Unikate und Bildersammlungen aufbewahrt.

FrĂŒhes Mittelalter

Im Jahre 793 wurde Wemding zum ersten Mal als „Uemodinga“ in einer Schenkungsurkunde des Grafen Helmoin aus Gosheim (bei Huisheim) („Kaozesheim“) erwĂ€hnt. Dieser hatte von Karl dem Großen das Recht erhalten, das Land um Gosheim (etwa 9,35 kmÂČ) dem Bischof in Freising zu schenken. Zu dieser Zeit bestand Wemding aus vier Höfen:

‱ Maiershof,
‱ Katzensattelshof,
‱ Sandbichelshof und
‱ Seegartenhof

„(
) auch in jenem Walde, der zu Wemodinga gehört – eben dort sollen die Vorsteher dieser Kirche das Recht haben, Bauholz zu fĂ€llen, so viel nötig ist und Holz fĂŒr Feuer (
)“cite-ref-4[4]

798 schenkte König Karl Wemding dem Kloster Sankt Emmeram in Regensburg, in dessen Besitz die Stadt 500 Jahre lang blieb. Das bedeutete, dass das Kloster und der Bischof als Lehnsherren fungierten und ĂŒber die LehnstrĂ€ger bestimmen konnten. Geistlichen Einrichtungen auch weltliche Verwaltungsrechte und damit Macht zu ĂŒbertragen, war Teil der Regentschaft von König (ab 800 Kaiser) Karl im Einklang mit der Kirche. So baute der König auch zahlreiche Kirchen, Klöster, Kathedralen und Pfalzen und setzte sich fĂŒr das Christentum als Reichsreligion ein.

Von 898 bis 935 bekam die Edelfrau Winpurc aus Nördlingen Wemding als Lehen.cite-ref-5[5] Zu dieser Zeit hatte Wemding schon 200 Einwohner. Dies lĂ€sst sich dadurch erklĂ€ren, dass der Ort an einer Römer- und einer Salzstraße lag, also sehr viele HĂ€ndler und anderer Verkehr den Ort passierten.

Im 11./12. Jahrhundert wurde Wemding als Lehen an die Edelfreien von Werd (Donauwörth) vergeben. 1233 war es im Besitz der Regensburger Kirche, deren Bischof Siegfried dem Grafen Gebhard (IV.) von Hirschberg gestattete, den Ort an den Grafen Heinrich von Graisbach zu verpfÀnden.cite-ref-6[6] Auch 1294 wurde Wemding als Besitz der Regensburger Kirche erwÀhnt, als es als Lehen an die Grafen von Grögling-Hirschberg vergeben wurde; nach dem Tod von Gebhard VII. von Hirschberg belehnt der Regensburger Bischof Konrad 1306 die Grafen von Oettingen damit.cite-ref-7[7]

1343 erhoben die Grafen von Oettingen den Ort zur Stadt. Vermutlich am 11. November 1394 wurden in Wemding auf Betreiben des EichstĂ€tter Bischofs Friedrich IV. von Oettingen zehn Waldenser zum Tode verurteilt und verbrannt. Seit 1453 war in Wemding ein mittelalterliches Leprosorium nachweisbar, das „westlich der Stadt an der Straße nach Nördlingen“ lag und als „Sondersiechenhaus“ bezeichnet wurde. Die Kapelle des Hauses war St. Leonhard und Sixtus geweiht.cite-ref-8[8]

Wemding unter den bayerischen Herzögen

1467 ging die Stadt in den Besitz des wohlhabenden Wittelsbacher Herzogs Ludwig des Reichen von Niederbayern (Landshut) ĂŒber. Der Herzog erwarb das bischöflich-regensburgische Lehen mit dem Ort Laub (gesamt), Amerbach (teilweise) und FĂŒnfstetten (teilweise) von Graf Ulrich von Oettingen. Wemding wurde ĂŒber 600 Jahre von den bayerischen Herzögen und Königen regiert und bekam viele Privilegien. Unter den Herzögen blĂŒhte Wemdings Handwerk und Handel auf, mit dem Umland herrschte wichtiger Handel. Die guten VerhĂ€ltnisse zeigten sich unter der bayerischen Herrschaft an den vielen Zier- und FachwerkhĂ€usern aus dieser Zeit, die bis heute das Gesicht der Altstadt prĂ€gen. Aus der alamannischen Endung „wemdingen“ wurde damals auch das bayerische „wemding“.

Herzog Ludwig grĂŒndete 1472 die UniversitĂ€t Ingolstadt. Sein Sohn und Nachfolger Herzog Georg der Reiche gab Wemding im Jahr 1494 das PrĂ€sentationsrecht auf die neunte von elf Freistellen im Georgianum in Ingolstadt (Studierendenfreistelle). Auch das Aufstreben der Lateinschule am Stadtmetzg fiel in diese Zeit. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg fiel Wemding 1505 an das Herzogtum Bayern-MĂŒnchen (Hauptlinie der Wittelsbacher). Um 1550 zĂ€hlte Wemding zu den wohlhabendsten kleinen LandstĂ€dten im Herzogtum Bayern.

Der Zeitraum 1550 bis 1579 brachte religiöse Diskrepanzen mit sich: WĂ€hrend der Herrschaftszeit von Herzog Albrecht dem GroßmĂŒtigen wurde Wemding durch die MĂŒnchner Herrschaft zu einem Eckpfeiler der Besitzungen in Schwaben. Herzog Wilhelm IV. verbot die Lehre Luthers im Herrschaftsgebiet. Im Reformationszeitalter ab 1554 formte sich eine protestantische Laienkelchbewegung in Wemding, die Herzog Albrecht V. in seiner bayerischen Exklave spĂ€ter nicht mehr tolerierte. Wegen seiner Lage als Exklave war Wemding essentieller StĂŒtzpunkt Wittelsbacher Konfessionspolitik. Um 1580 war die bayerische Exklave ausschließlich von protestantischen Territorien umgeben (Grafen Oettingen, FĂŒrstentum Brandenburg-Ansbach, FĂŒrstentum Pfalz-Neuburg). Durch die Zugehörigkeit zu Bayern blieb Wemding bis heute katholisch.

Durch die Unachtsamkeit des TĂŒrmers in der TĂŒrmerstube von St. Emmeram brannte 1559 der SĂŒdturm der Stadtpfarrkirche ab. Herzog Albrecht V. stellte fĂŒr die Wiederherstellung und die Anschaffung neuer Glocken einen Zuschuss von 800 Gulden bereit. Im Antiquarium der MĂŒnchner Residenz ist Wemding (ab ca. 1590) zusammen mit 101 altbairischen StĂ€dten abgebildet. Bei der Darstellung handelt es sich um eine der Ă€ltesten Ansichten Wemdings, auf der die Stadtpfarrkirche St. Emmeram nur einen Turm besitzt.

Hexenverfolgung

Anfang des 17. Jahrhunderts kam es in der Stadt in zwei Wellen zu heftigen Hexenverfolgungen. Unter dem Richter Gottfried Sattler wurden in den Jahren 1609/10 zehn Menschen wegen Hexerei hingerichtet.cite-ref-riezler-204-9-0[9] Ein Prozess gegen zehn weitere Beschuldigte wurde 1611 dem Wemdinger Gericht entzogen; die Gefangenen verlegte man nach MĂŒnchen und ließ sie spĂ€ter frei.cite-ref-10[10] Sattler wurde festgenommen und wegen Fehlern in der ProzessfĂŒhrung und Unterschlagung von mehr als 3000 Gulden zum Tode verurteilt. Vor seiner Hinrichtung kam es zu einem langen und teilweise dramatischen Tauziehen zwischen den BefĂŒrwortern und Gegnern der Hexenverfolgung am bayerischen Hof. FĂŒr Sattlers Begnadigung setzten sich nicht nur dessen Angehörige und der Wemdinger Stadtrat, sondern auch hochgestellte Personen wie der als Thronfolger geltende Prinz Albrecht ein,cite-ref-behringer-s259-11-0[11] wĂ€hrend die Gegner durch ein Gutachten der UniversitĂ€t Ingolstadt die RechtmĂ€ĂŸigkeit des Todesurteils bestĂ€tigen ließen. Am 9. MĂ€rz 1613 ließ der fĂŒhrende Verfechter der Hexenverfolgung, Hofratskanzler Johann Wangnereck, in einem handstreichartigen Beschluss des Hofrates das Todesurteil in einen unbefristeten Landesverweis umwandeln. Zwei Tage spĂ€ter setzten die Gegner der Hexenverfolgung um Oberstkanzler Joachim Donnersberger die RĂŒcknahme dieses Beschlusses durch. Obwohl ein weiteres UniversitĂ€ts-Gutachten aus Ingolstadt die frĂŒhere Aussage bestĂ€tigte, glaubte sich Sattler offenbar noch immer der Protektion von höchster Stelle sicher und war ĂŒberrascht, als der KurfĂŒrst ihn fallen ließ und am 21. Mai 1613 der Hinrichtung stattgab.cite-ref-behringer-s259-11-1[11] Um Aufsehen zu vermeiden,cite-ref-heydenreuter-12-0[12] wurde diese Ende Juni außerhalb MĂŒnchens in Markt Schwaben vollstreckt.

Aber 1628 bis 1631 kam es zu einer noch weitaus schlimmeren Welle der Verfolgung, der 39 Menschen zum Opfer fielen. Auf kurfĂŒrstliche Anordnung wurde dem Wemdinger Stadtrichter Baltasar Voglcite-ref-vogl-13-0[13] der IngolstĂ€dter Johann Valentin Schmid als Hexenkommissar beigeordnet. Schmids Ermittlungen brachten zwar viel nachbarschaftliche Missgunst und von Aberglauben geprĂ€gte Mutmaßungencite-ref-riezler-220-14-0[14] ans Licht, fĂŒhrten aber nicht zu den gewĂŒnschten Verhaftungen.cite-ref-behringer-314-15-0[15] Dies Ă€nderte sich, als er 1629cite-ref-behringer-312-16-0[16] durch Wolfgang Kolb abgelöst wurde,cite-ref-heydenreuter-12-1[12] welcher zuvor schon an der massiven Hexenverfolgung im Hochstift EichstĂ€tt beteiligt war und sich durch neue Foltermethoden besonders hervorgetan hatte. Ab dem 14. MĂ€rz 1629 wurden an neun Gerichtstagen insgesamt 29 Frauen und zehn MĂ€nner hingerichtet.cite-ref-behringer-314-15-1[15] Nach Kolbs ungeklĂ€rtem Tod 1630cite-ref-behringer-330-17-0[17] wurden die Hinrichtungen seltener. Den letzten drei Gerichtstagen im Oktober und November 1630 und im MĂ€rz 1631 fielen noch fĂŒnf Menschen zum Opfer.cite-ref-behringer-321-18-0[18]

Ab der Zeit der Verfolgungen wurde ein Wemdinger Mauerturm (der ehemalige Pulverturm oder auch Langer Turm genannt) der Stadtmauer als „peinliche BefragungsstĂ€tte“ fĂŒr die Hexen genutzt. Seit dieser Zeit trĂ€gt der Turm die Bezeichnung Folterturm. Eine weitere GedenkstĂ€tte der Hexenprozesse befindet sich am Galgenberg. Dort stand der Galgen und wurden die Scheiterhaufen errichtet. Das dreiteilige Gedenkkreuz aus dem Jahr 1957 erinnert an die Jahre des Hexenwahns. Der Rat der Stadt Wemding fasste am 10. MĂ€rz 2015 einen Beschluss zur sozialethisch-moralischen Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse.cite-ref-19[19]

17. bis 19. Jahrhundert

Im Jahr 1619 erhielt die Stadtpfarrkirche St. Emmeram als bedeutendes Gotteshaus im Zentrum der Altstadt einen zweiten Kirchturm. Auf dem neuen Nordturm befanden sich ab diesem Zeitpunkt alle Glocken. Die beiden TĂŒrme sind das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. 1634 forderte ein wiederholter Ausbruch der Pest in Wemding ĂŒber 260 Tote. 1647 gelobte die BĂŒrgerschaft Wemdings die DurchfĂŒhrung eines großen Wallfahrtsgangs zur Sebastianskirche nach Oettingen. Es war das historische Ursprungsjahr der Wemdinger Pestprozession. Ab dem Jahr 1831 fand sie wieder alle 20 Jahre statt.

1664 wurde das Kapuzinerkloster durch KurfĂŒrst Ferdinand Maria von Bayern genehmigt, und die ersten Mönche kamen in den Ort. 1669 bis 1672 wurde das GebĂ€ude umgebaut.

1692 wurde ĂŒber dem SchillerbrĂŒnnlein nordwestlich Wemdings eine Kapelle errichtet. An ihrer Stelle wurde im August 1748 der Grundstein fĂŒr die Wallfahrtskirche Maria BrĂŒnnlein gelegt, 1782 folgte die Weihe.

1808 kam es vorĂŒbergehend zum Verlust der stĂ€dtischen Selbstverwaltung, die 1818 durch das Gemeindeedikt in Bayern wieder eingerichtet wurde.

Im Jahr 1815 begannen die Abtragungen an der Wehranlage, die seit der ersten HĂ€lfte des 14. Jahrhunderts die Stadt umgab. Das Gestein wurde zum HĂ€user- und Straßenbau verwendet, wodurch ein Großteil der 30 MauertĂŒrme und der Mauer zerstört wurde. Drei der heutigen TĂŒrme blieben erhalten: HĂ€utbachturm, Baronturm und der Folterturm. Das Amerbacher Tor und das Nördlinger Tor sind Überreste der drei TortĂŒrme.

Das Zeitalter der Industrialisierung zeigte erste Auswirkungen in Wemding. 1854 kam es zur GrĂŒndung von acht Gewerbevereinen und damit zur Auflösung der zwölf HandwerkszĂŒnfte von 1700. 1893 wurde das Eisenbahnkomitee Nördlingen-Wemding gegrĂŒndet, das sich fĂŒr den Bau einer Lokalbahn nach Nördlingen einsetzte, die 1903 eröffnet wurde. 1981 wurde der Personenverkehr und 1998 der GĂŒterverkehr eingestellt.

20. Jahrhundert

In den Jahren von 1905 bis 1912 wurden Wasserleitungen, Kanalisation, gepflasterte Straßen und eine erste Straßenbeleuchtung realisiert. Im Verlauf des Ersten Weltkriegs wurden 600 MĂ€nner zum Wehrdienst einberufen, von denen 87 fielen.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs waren 16 GebĂ€ude zerstört und weitere 70 beschĂ€digt. Am 24./25. April 1945 besetzten amerikanische Soldaten Wemding und Amerbach. Durch die Aufnahme von ĂŒber 2.000 FlĂŒchtlingen und Heimatvertriebenen in der Stadt stieg die Bevölkerungszahl bis 1950 auf knapp 5.000 Menschen. 1948 siedelte sich die Wetex (Wemdinger Textilwerke GmbH) mit 400 neuen ArbeitsplĂ€tzen in Wemding an. 1961 wurden die Textilwerke von der SWF-Gustav-Rau KG ĂŒbernommen. 1951 wurde die Evangelisch-Lutherische Christuskirche errichtet. 1954 erfolgte die Weihe des neuen Schulhauses am Ludwigsgraben fĂŒr Knaben und MĂ€dchen. Ein Jahr spĂ€ter wurde eine Landwirtschaftliche Berufsschule in Wemding durch den Landkreis beschlossen.

Am 1. Juli 1972 erfolgte die Eingemeindung von Amerbachcite-ref-20[20] Im Zuge der Gebietsreform wurde Wemding 1978 Sitz der Verwaltungsgemeinschaft. Die umliegenden Gemeinden Wemding, FĂŒnfstetten, Huisheim, Otting und Wolferstadt gehören dieser Gemeinschaft an.

21. Jahrhundert bis heute

2002 wurde das KunstMuseum Donau-Ries mit Kunstwerken des Wemdingers Ernst Steinacker und dessen Tochter Annette Steinacker-Holst sowie von Prof. Schlötter eröffnet. Im gleichen Jahr war die Stadt zum ersten Mal Etappenziel der BR-Radltour des Bayerischen Rundfunks.

2004 entstand die erste Kinderkrippe des Landkreises Donau-Ries in der Stadt. 2011 wurde der Anbau an der Grund- und Mittelschule fĂŒr 500 SchĂŒler fertig gestellt. 2015 feierte der Fuchsien- und KrĂ€utermarkt sein 15-jĂ€hriges JubilĂ€um, und die BR-Radltour machte mit ĂŒber 1.200 Radfahrern und einem Open-Air-Konzert mit den Bellamy Brothers zum wiederholten Mal in Wemding Station.

2016 begann der barrierefreie Ausbau der Altstadt mit neuem Altstadtpflaster. 2016 wurde der Neubau eines Kinderhorts am SchulgelĂ€nde abgeschlossen und der erste Themenwanderweg „Sagenweg – Stationen Wemdinger Geschichten und Geologie“cite-ref-21[21] in Zusammenarbeit mit dem Geopark Ries eröffnet. 2022 erfolgte der Spatenstich fĂŒr ein neues Feuerwehrhaus außerhalb des Altstadtkerns.

Politik

BĂŒrgermeister

Bei den Kommunalwahlen am 2. MĂ€rz 2008 wurde der Jurist Martin Drexler (CSU/Amerbacher Liste) im ersten Wahlgang zum BĂŒrgermeister gewĂ€hlt und 2014 sowie 2020cite-ref-22[22] wiedergewĂ€hlt. Er löste JĂŒrgen von Streit (SPD) ab, der von 1990 bis 2008 BĂŒrgermeister war und 2008 nicht mehr antrat. Sein VorgĂ€nger war Willi Fackler. Bei den Kommunalwahlen 2014 und 2020 trat Martin Drexler jeweils als ĂŒberparteilicher Bewerber des Wahlvorschlages „BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aus Wemding und Amerbach“ an.

Stadtrat

Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern, die sich nach der Kommunalwahl am 15. MĂ€rz 2020 auf folgende Parteien/Gruppierungen aufteilencite-ref-23[23]:

‱ CSU: 7 Sitze
‱ SPD: 4 Sitze
‱ Amerbacher Liste: 2 Sitze
‱ UnabhĂ€ngige WĂ€hler Wemding: 2 Sitze
‱ Wemdinger Frauenliste: ein Sitz

Wappen

StÀdtepartnerschaften

‱ Frankreich Frankreich: Seit 1988 bestand eine Partnerschaft mit Dambach-la-Ville im Elsass. 2009 wurde diese StĂ€dtepartnerschaft jedoch im beiderseitigen EinverstĂ€ndnis aufgelöst.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

SehenswĂŒrdigkeiten

→

Hauptartikel

:

Liste der BaudenkmÀler in Wemding

Die Altstadt Wemdings lĂ€sst sich seit 2016 auf einem virtuellen Rundgang entdecken. SehenswĂŒrdigkeiten und DenkmĂ€ler wurden mit entsprechenden Schildern samt QR-Codes ausgestattetcite-ref-25[25]

‱ Die mittelalterliche Stadtmauer umgibt die historische Altstadt (erste HĂ€lfte des 14. Jahrhunderts, gebaut von den Grafen von Oettingen): Von der insgesamt 1,7 km langen wehrhaften Mauer blieben bis heute drei MauertĂŒrme und zwei Tore (teilweise) erhalten: der HĂ€utbachturm, der Baronturm, der Folterturm, das Amerbacher Tor und der Nördlinger Torturm. Der Ă€ußeren, vollstĂ€ndig erhaltenen StĂŒtz- oder Futtermauer schließt sich der Stadtgraben an. Neben Abschnitten im Privatbesitz ist das grĂŒnflĂ€chige Areal durch Spazierwege, RuhebĂ€nke, SpielplĂ€tze, Kneippanlage sowie Rosengarten erschlossen. Die eigentliche Wehrmauer ist heute in ihrer ursprĂŒnglichen Höhe von 8 m nicht mehr erhalten. Durch Abtragungen im 18. Jahrhundert fĂŒr den HĂ€user- und Straßenbau ist die Höhe der heutigen Mauer reduziert. Ein StĂŒck Originalhöhe ist noch am Baronturm erhalten.
‱ Historischer Marktplatz: Zentrum des Alltags in Wemding; sternförmig laufen sieben Straßen (u. a. Wallfahrts-, Mangold-, Wolfgang- und Weißenbachstraße) auf den nahezu quadratischen Platz zusammen. Im Mittelpunkt steht der Marienbrunnen mit Marienstatue (frĂŒher Skulptur des bayerischen Löwen). Umgeben von Barock- und Fachwerkgiebeln prĂ€gen die Stadtpfarrkirche mit den beiden TĂŒrmen, das VerwaltungsgebĂ€ude und das historische Rathaus das Bild des geschlossenen Ensembles.
‱ Die ungleichen BrĂŒder von Wemding (KirchtĂŒrme der Stadtpfarrkirche St. Emmeram): Die Stadtpfarrkirche St. Emmeram wurde ursprĂŒnglich mit nur einem Turm, dem SĂŒdturm gebaut. 1559 brannte der SĂŒdturm bis zur Glockenstube ab. Herzog Albrecht von Bayern gab fĂŒr die Wiederherstellung des Turmes und fĂŒr sechs neue Glocken eine Spende von 800 Gulden. 1614 zeigten sich Risse im quadratischen Unterbau, wodurch sich der Turm um 43 cm in sĂŒdwestliche Richtung neigte. Es war erforderlich, dass 1619 ein zweiter Kirchturm (Nordturm bzw. LĂ€utturm) gebaut wurde, auf dem sich bis heute 6 Glocken befinden. 2010 wurden zwei neue Glocken (Dreifaltigkeitsglocke und Gundekarglocke) fĂŒr St. Emmeram geweiht. Der SĂŒdturm Wemdings ist bis heute geneigt, der Nordturm gerade. Ein Turm ist mĂ€chtiger als der andere.

‱ Geburtshaus von Leonhart Fuchs (1501–1566): Das Geburtshaus (genannt FuchshĂ€uschen) des Botanikers Leonhart Fuchs liegt am Wemdinger Marktplatz. Das HĂ€uschen war frĂŒher ein NebengebĂ€ude des BĂŒrgermeisterhauses (heute Bank). Leonhart Fuchs ist berĂŒhmter Sohn Wemdings, Professor fĂŒr Medizin und Botaniker und die Fuchsie wurde nach ihm benannt.
‱ Deutschlands einzige Fuchsienpyramide: Am Fuß der Stadtpfarrkirche St. Emmeram am Kirchenvorplatz neben der Tourist-Information steht Deutschlands einzige Fuchsienpyramide mit ca. 700 Fuchsien-Pflanzen. ErgĂ€nzend ist in den Sommermonaten (Ende Mai/Anfang Juni bis August; je nach BlĂŒtezeit) der Fuchsienrundgang durch die Altstadt aufgebaut.

‱ Die Wemdinger Zeitpyramide (Kunstwerk des Wemdinger KĂŒnstlers Manfred Laber); geschaffen anlĂ€sslich der 1200-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 1993; 1200 Jahren Vergangenheit werden 1200 Jahre Zukunft gegenĂŒbergestellt in Form einer allmĂ€hlich entstehenden Pyramide. Alle 10 Jahre wird ein Betonquader gesetzt. Nach 1200 Jahren, also 120 Steinen, ist die Pyramide fertig (so zumindest das Denkmodell des KĂŒnstlers). Ein Modell der fertigen Zeitpyramide steht im Kunstmuseum Donau-Ries sowie im Haus des Gastes in der Altstadt.
‱ Die Geopark-Infostelle ist seit dem Jahr 2013 eine neue Anlaufstelle fĂŒr Interessierte des Geopark-Ries. Der Ursprung des Rieskraters durch einen Meteoriteneinschlag vor 15 Millionen Jahren, Hintergrundinformationen zur Stadt und eine Leonhart Fuchs Ausstellung sind prĂ€sentiert. Die Infostelle kann kostenlos besucht werden, sie befindet sich in unmittelbarer NĂ€he des Marktplatzes und ist tĂ€glich von 9–16:30 Uhr geöffnet. Seit 2017 ist in der Infostelle eine Einschlagsanimation zum Entstehungsvorgang des Rieses vorhandencite-ref-26[26]. In einem digitalen KrĂ€uterbuch kann das KrĂ€uterbuch von Leonhart Fuchs durchgeblĂ€ttert werden.

Kirchen und Kloster

Kirchen – Zeugen des Glaubens: Sieben Kirchen prĂ€gen das Stadtbild der Wallfahrtsstadt Wemding:

‱ Die Wallfahrtskirche Maria BrĂŒnnlein erbaut nach PlĂ€nen von Franz Joseph Roth, Baudirektor des Deutschen Ordens in Ellingen; stuckiert und freskiert von Johann Baptist Zimmermann von 1748 bis 1752, geweiht 1781. HerzstĂŒck ist der Gnadenaltar als Brunnenaltar, aus dem das „BrĂŒnnleinwasser“ nach allen vier Himmelsrichtungen fließt, als Sinnbild des göttlichen Gnadenstromes. Der Altartisch mit Brunnenschale wurde 1953 durch den Wemdinger Bildhauer Ernst Steinacker geschaffen. 1998 erhob Papst Johannes Paul II. das Gotteshaus zur Basilika minor.
‱ Wahrzeichen der Stadt ist die Stadtpfarrkirche St. Emmeram. Ihre zwei ĂŒber 60 Meter hohen TĂŒrme mit zwiebelförmigen Kuppeln sind weithin sichtbar. Einst wachte der TĂŒrmer ĂŒber die Stadt. Ab dem Jahr 1030 erfolgte der Bau einer dreischiffigen kreuzförmig angelegten Basilika. Unter wechselnden Patronatsherren erfolgten Um- und Erweiterungsbauten. PrunkstĂŒcke sind der barocke Hochaltar (1630–1633) des Donauwörther Bildhauermeisters Augustin Manasser, die Stuckmarmor-SeitenaltĂ€re (1713) mit Scagliolaarbeiten von Dominikus Zimmermann, ein wertvolles die StĂ€nde darstellendes Fresko an der sĂŒdlichen Chorwand um 1450 sowie das Epitaph fĂŒr Karl Wendelin Schneid aus dem 18. Jahrhundert.
‱ Karmelitinnenkloster Maria Mutter des Erlösers: Am 21. Dezember 1664 zogen die ersten vier Kapuziner im Wemdinger Kapuzinerkloster ein, das aufgrund der Bestrebungen des damaligen BĂŒrgermeisters Jacob Schneidt auf Genehmigung des KurfĂŒrsten von Bayern errichtet wurde. 1672 wurde die dazugehörige Kapuzinerkirche geweiht; zu diesem Zeitpunkt wurde das Kloster von sieben Patres und drei LaienbrĂŒdern bewohnt. Nach 362 Jahren Wirkenszeit musste der Konvent aufgrund fehlenden Nachwuchses geschlossen werden (1990). 1992 erwarb die Diözese EichstĂ€tt vom Freistaat Bayern das Areal des Kapuzinerklosters samt Kirche und Gartenanlage. Nach intensiven BemĂŒhungen wurde Kontakt zu den Karmelitinnen nach Speyer geschlossen. Die Schwestern von Speyer hatten genĂŒgend Neuberufene und grĂŒndeten in Wemding einen neuen Karmel. Am 15. Oktober 2000 zogen die ersten Schwestern im Wemdinger Karmelitinnenkloster ein. Bekannt sind die Schwestern fĂŒr ihre Kerzenkunst. In Handarbeit fertigen sie Kerzen zu Kunstwerken und selbstgebastelte Karten. Im schlichten Klosterladen werden diese mit Devotionalien und Produkten aus dem Klostergarten verkauft.
‱ Spitalkirche Maria Geburt (1380 geweiht)cite-ref-27[27]
‱ Friedhofskirche St. Johannes der TĂ€ufer
‱ Evangelisch-lutherische Christuskirche
‱ St. Alban im Gemeindeteil Amerbach

Museen

‱ Das Heimatmuseum der Stadt informiert ĂŒber die heimatgeschichtliche Vergangenheit, alte Handwerke, Militaria und religiöse Volkskunde. Es befindet sich im Ober- und Dachgeschoss des „Haus des Gastes“ und besteht bereits seit dem Jahr 1962.
‱ Der Folterturm mit Dokumentation der Hexenprozesse. Besichtigungen sind im Rahmen von FĂŒhrungen möglich.
‱ Das KunstMuseum Donau-Ries mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen zeigt GemĂ€lde- und Skulpturensammlungen, Sonderausstellungen und bietet RĂ€umlichkeiten fĂŒr Konzerte. Das Kunst-Museum zeigt GemĂ€lde und Skulpturen von Ernst Steinacker, Prof. Caspar Schlötter und Annette Steinacker-Holst. ZusĂ€tzlich wird im Erdgeschoss ein großrĂ€umiger Bereich mit thematisch-wechselnden Sonderausstellungen bespielt.

Sport und Freizeit

Freizeitangebote

‱ Naherholungs- und Freizeitgebiet Waldsee: Naturbadesee Lohweiher mit Seeterrasse, Liegewiese, Beachvolleyballfeld, SpielgerĂ€ten, Kinderbecken und einer 70 Meter langen Wasserrutsche. Direkt nebenan befindet sich das Areal des Campingparks.
‱ Rund um Sebastian Kneipp: Kneippanlage und Barfußpfad in historischem Ambiente innerhalb der Stadtbefestigung im Stadtgraben, Handkneippbecken am ehem. Wasserhaus in unmittelbarer NĂ€he zum Johannisweiher
‱ Rosengarten in Stadtgraben (Riesgraben)
‱ Sportanlage Zur Robertshöhe: Stadion des TSV Wemding, Reitanlage, Kleintierzuchtverein, Tennisanlage (Sand- und HartplĂ€tze) etc.
‱ Wintersport: angelegter Natur-Eisplatz und gespurte Langlaufloipe
‱ Freizeitanlagen: Spiel- und BolzplĂ€tze, Skateranlage und Streetballplatz
‱ Themenwanderweg „Sagenweg – Stationen Wemdinger Geschichte und Geologie“ (seit 2016): Durch die WegfĂŒhrung entlang des Riesrandes bieten sich durch sorgfĂ€ltig ausgewĂ€hlte Aussichtspunkte Einblicke in den Meteoritenkrater des Nördlinger Rieses (UNESCO Global Geopark), der vor knapp 15 Millionen Jahren entstanden ist. Elf informative sowie wissenschaftliche Ereignistafeln informieren ĂŒber Sagen, Geologie, Stadthistorie und Geschichten sowie das Entstehungsereignis der Wallfahrtsbasilika Maria BrĂŒnnlein entlang des ca. 14 km langen Weges.
‱ Zahlreiche regionale und ĂŒberregionale Rad- und Wanderwege fĂŒhren durch die Fluren und Forste Wemdings und schließen an das ausgebaute Wander- und Radwegenetz des Geopark Ries, des Ferienlands Donau-Ries und des Naturparks AltmĂŒhltal an. An das Fernwanderwegenetz ist Wemding durch den „Frankenweg“ angeschlossen. Die Wallfahrtsstadt ist Etappenort des Bayerisch-SchwĂ€bischen Jakobusweges. Im Lommerheimerweg vor Ortsausgang besteht ein Pilgerrastplatz.
‱ E-Bike-Ladestation: Radfahrer haben an der Tourist-Information Wemding die Möglichkeit, kostenlos ihr E-Bike zu laden. Nebenan befindet sich eine Radservice-Station mit Luftpumpe und Werkzeug fĂŒr kleine Reparaturen.
‱ WLAN-Hotspot am historischen Marktplatz vorhanden
‱ Öffentlicher BĂŒcherschrank: Der Wemdinger Kapuzinergraben umfasst die Grabenpartie vom Nördlinger Turm zum ehemaligen Kreuztor. Der Stadtpark gegenĂŒber dem Kloster entstand um das Jahr 1840. Zu dieser Zeit wurden hier als Experiment MaulbeerbĂ€ume gepflanzt, um eine Seidenraupenzucht aufzubauen. 2017 wurde im Kapuzinergraben ein öffentlicher BĂŒcherschrank angebracht.cite-ref-28[28]
‱ Walderlebnispfad fĂŒr Kinder und Familien (3,5 km LĂ€nge) mit verschiedenen Stationen zu Forst und Fauna.
‱ 3D-Bogensportparcour: Sowohl von traditionellen BogenschĂŒtzen als auch von Familien kann der 4,2 km lange Parcours mit dem Erwerb von Startkarten genutzt werden. Über den Parcours sind 36 Stationen mit Tieren in verschiedenen Schwierigkeitsklassen aufgebaut.
‱ Geopark-Ries Kindererlebnisstation im Stadtgraben mit Outdoor-Memory und klingenden Steinen
‱ Trimm-Dich-Pfad mit Startpunkt am Waldsee mit insgesamt 20 Fitnessstationen auf einer LĂ€nge von ca. 3 km
‱ Waldbaden: Seit einigen Jahren wird das Waldbaden aufgegriffen. Im Wald nahe dem Waldsee befinden sich vier RuheplĂ€tze mit Liegen und Ruheimpulsen. Das dortige Waldareal ist von der Bayerischen Forstverwaltung offiziell als „Wald mit besonderer Bedeutung fĂŒr Erholung“ ausgewiesen und umfasst das Gebiet „Zur Schönen Aussicht“, Waldsee, Elisen-Ruhe, Prof. Schneid-Ruhe sowie die Alte Eiche. Bis 2024 entsteht ein Kneippgesundheitsweg in Wemding rund um Kneipp und Waldbadencite-ref-29[29]
‱ Kino Wemdinger Lichtspiele: Seit dem 26. MĂ€rz 1949 gibt es in Wemding die Lichtspiele. Es gilt als eines der letzten existierenden Hotel-Kinos. Seit 2021 wird jĂ€hrlich ein Open-Air-Kino veranstaltet.

Vereine

Das stĂ€dtische Leben wird von einem breiten Spektrum an Vereinen und VerbĂ€nden getragen, deren Historie zum Teil viele Jahrzehnte in die Vergangenheit zurĂŒckreicht (Stadt- und Jugendkapelle, Freiwillige Feuerwehr Wemding und Amerbach, Reit- und Fahrverein, Gewerbeverband, Heimat- und Trachtenerhaltungsverein, Rotes Kreuz und Wasserwacht, Kolpingsfamilie, Kleintierzuchtverein, Kulturzirkel u. v. m.). Über 40 Vereine und VerbĂ€nde gibt es in Wemding. Der TSV 1892 Wemding ist der mitgliederstĂ€rkste Verein in Wemding. Er bietet verschiedenste Sportarten: Basketball, Damengymnastik, Fußball, und Judo/Karate, Leichtathletik, Mountainbike, StockschĂŒtzen, Tischtennis, Kinderturnen, Eisplatz. Wemdings Judofrauen waren fĂŒr einige Saisons in der 1. Judo-Frauenbundesliga aktiv.

Veranstaltungen

Der Wemdinger Jahreskalender ist von einer Vielzahl von Veranstaltungen zu allen Jahreszeiten geprÀgt:

‱ Fuchsien- und KrĂ€utermarktcite-ref-30[30] (meist letztes Mai-Wochenende): ZweitĂ€giger Markt, der jedes Jahr das Highlight am Ort ist. Im Zentrum stehen Fuchsien, Pflanzen, KrĂ€uter, Gartenschmuck und Blumen. Mit der Veranstaltung sind zahlreiche Aktionen verbunden: die Eröffnung des Fuchsienrundgangs, der Aufbau der deutschlandweit einzigen Fuchsienpyramide. Der Eintritt zum Markt ist kostenlos. Ein eigener Busshuttle steht GĂ€sten bei der Anreise zur VerfĂŒgung. 2017 wurde eine eigene umweltfreundliche Fuchsienmarkt-Tasche herausgegeben.cite-ref-31[31] Besucher des Marktes sind zudem aufgerufen, eigene Taschen mitzubringen, um den Markt so plastikfrei wie möglich zu gestalten.
‱ Faschingsumzug „Gaudiwurm“: Am Faschingsdienstag zieht der Narrenzug der Faschingsgesellschaft Wemdosia durch die Altstadt, anschließend herrscht ein buntes Faschingstreiben auf dem historischen Marktplatz.
‱ Musik am Marktplatz (Juni bis August jeden Sonntag): Regionale Musikvereine, Kapellen und Musikgruppen treten an den Sonntagabenden auf dem Marktplatz auf. Die Spielzeit ist zwischen 19 und 21 Uhr. Die Konzerte sind fĂŒr GĂ€ste und Einheimische kostenlos.
‱ RegelmĂ€ĂŸige MĂ€rkte mit Fierantenmarkt und ausgewĂ€hlten Aktionen (Ostermarkt und Martinimarkt). Das Rahmenprogramm wird durch den Gewerbeverband Wemding gestaltet und vermarktet. An den MĂ€rkten wird ein verkaufsoffener Sonntag mit Aktionen in den GeschĂ€ften durchgefĂŒhrt.
‱ SchĂ€fflertanz in Wemding: Alle sieben Jahre findet in Wemding der traditionelle SchĂ€fflertanz statt. Getragen wird der SchĂ€fflertanz von der Wemdinger BĂŒrgerschaft. Die DurchfĂŒhrung obliegt der SchĂ€fflervereinigung Wemding. Der letzte Tanz fand im Jahr 2023 statt.
‱ Pestprozession: Alle 20 Jahre (zuletzt 2012) wallfahren die Wemdinger und Amerbacher nach Oettingen in die Kirche St. Sebastian mit einer Pestkerze und lösen damit das mittelalterliche Versprechen ein, alle 20 Jahre nach Oettingen zu pilgern, damit die Pest in Wemding nicht weiter grassiert. Bei der fĂŒnfstĂŒndigen Prozession pilgern etwa 2.000 Menschen in die Nachbarstadt. Getragen wird die Pestkerze von unverheirateten MĂ€nnern der Kolpingfamilie Wemding. Die Kerze wird von den Schwestern des Karmelitinnen-Klosters in Wemding gefertigt. Im Jahr 2012 war sie mit der Inschrift „Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand“ versehen.
‱ Altstadt- und Marktplatzfest (Juli): Traditionelles Stadtfest mit Bewirtung und musikalischen Darbietungen von Musikgruppen der Region in historischem Ambiente auf dem Marktplatz. Alle drei Jahre stellen sich die Wemdinger Betriebe im Rahmen der Erlebnis- und Gewerbetage mit ĂŒber 50 örtlichen Ausstellern vor (zuletzt 2016).
‱ Weihnachtsmarkt (Anfang Dezember): weihnachtlicher Markt mit StĂ€nden der örtlichen Wemdinger Vereine. Seit 2008 wird das „Wemdinger Christkind“ am Markt vorgestellt, das ĂŒber die Advents- und Weihnachtszeit Besuche in den KindergĂ€rten, dem Altenheim und auf Veranstaltungen abstattet. Der Nikolaus besucht den Markt und verteilt SĂŒĂŸigkeiten. Im historischen Rathaus sind Kinder zu weihnachtlichen Lesungen eingeladen.
‱ Es gibt regelmĂ€ĂŸige StadtfĂŒhrungen mit Besichtigung des Folterturms und Turmbesteigungen zur TĂŒrmerstube.
‱ Steinsetzung der Zeitpyramide: Alle zehn Jahre organisiert die Stiftung Wemdinger Zeitpyramide am Langzeitkunstprojekt Zeitpyramide auf der sogenannten Wemdinger Platte (Aussichtspunkt nördlich der Altstadt) die Setzung des nĂ€chsten Dekadensteines.
‱ Sonderveranstaltung: Seit einigen Jahren werden im Eventbereich verschiedene Veranstaltungen durchgefĂŒhrt, wie z. B. Poetry Slams, Open-Air-Kino, Picknick im Stadtgraben oder eine Serenade am Johannisweiher.

Im Jahr 2019 feierte die Stadt ein großes historisches Fest anlĂ€sslich des 400. Jahrestags des Baus des zweiten Turms der Kirche St. Emmeram unter dem Motto „Löwen, Gunst und Gulden“. Außerdem war es dann 550 Jahre her, dass der schwĂ€bische Ort zu Bayern kam.cite-ref-32[32] 1467 erwarb Herzog Ludwig der Reiche den Ort Wemding.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Wemding ist mit den zentralen StĂ€dten des Landkreises Donau-Ries durch Staatsstraßen verbunden. Erschlossen ist der Standort durch die Staatsstraßen St 2213, St 2214 und St 2384. Innerhalb von 40 Minuten ist sowohl die Autobahn A8 Richtung MĂŒnchen und Stuttgart als auch die A7 Richtung Memmingen und WĂŒrzburg zu erreichen.

Bahn- und Busverkehr

Wemding ist Teil der Verkehrsgemeinschaft Donau-Ries und damit in den öffentlichen Personennahverkehr mit Busverbindungen (Montag bis Samstag) in verschiedene Richtungen eingebunden.

Die ehemalige Bahnstrecke Nördlingen–Wemding wurde 1903 eröffnet. Bis 1981 fuhren dort PersonenzĂŒge.

Heute ist der nĂ€chste Bahnhof „Otting-Weilheim“(ca. 7 km Entfernung). Er verfĂŒgt ĂŒber Direktverbindungen nach Treuchtlingen/NĂŒrnberg sowie Richtung Augsburg/MĂŒnchen. In der NĂ€he (ca. 15 km) liegen außerdem die Bahnhöfe Donauwörth und Nördlingen mit weiteren Anbindungsstrecken. Zu den genannten Bahnstationen bestehen Busverbindungen. Vom Bahnhof aus besteht eine Radwegverbindung nach Wemding.

Kommunale Mitfahrzentrale

Seit Mai 2021 ist Wemding an das kommunale Mitfahrnetzwerk Pendlacite-ref-33[33] angeschlossen, das gemeinsame Fahrten zum Arbeitsplatz ermöglicht. Die Nutzung ist kostenlos.cite-ref-34[34]cite-ref-35[35]

Luftverkehr

Die nĂ€chsten VerkehrsflughĂ€fen befinden sich in NĂŒrnberg, Stuttgart, Memmingen und MĂŒnchen.

Womo-Stellplatz / E-Ladestation

Im Jahr 2017 wurden am Großparkplatz nahe dem Johannisweiher WohnmobilstellplĂ€tze installiert (Abwasserentsorgung, Versorgung mit Strom und Wasser)cite-ref-36[36].

An der Tourist-Information steht eine E-Bike-Ladestation zur VerfĂŒgung. Nebenan findet sich eine Radservice-Station fĂŒr kleine Reparaturen am Fahrrad (inkl. Luftpumpe; jederzeit öffentlich zugĂ€nglich). Ein örtlicher Gastronom bietet eine E-Auto-Ladestation an. Außerdem ist am Johannisweiher eine E-Auto-Ladestation verfĂŒgbar.

Unternehmen

Bei der Aufgliederung der Sektoren der BeschĂ€ftigten weist Wemding mit einem Anteil von 65 % einen ĂŒberdurchschnittlich hohen Anteil des produzierenden Gewerbes auf. Handel, Gastgewerbe und Verkehr liegen bei 19 %. Die sonstigen Dienstleistungen bei 15 %. Wemding ist Standort zahlreicher mittelstĂ€ndischer Unternehmen sowie eines ausgeprĂ€gten inhabergefĂŒhrten Einzelhandels, der besonders in der Innenstadt vertreten ist und eine beachtliche Breite an Sortimenten anbietet. Der örtliche Handel hat eine zentrale Rolle und deckt ein weites Einzugsgebiet im lĂ€ndlich geprĂ€gten Umland ab. GestĂŒtzt wird das GeschĂ€ftsleben durch den Wemdinger Gewerbeverband. Sein Ziel ist die intensive Förderung der mittelstĂ€ndischen Strukturen und deren Pflege innerhalb von Wirtschaft und Gesellschaft.

In der Stadt haben sich innovative Industriezweige angesiedelt. Der französische Automobilzulieferer Valeo unterhĂ€lt in Wemding ein Werk mit rund 1.200 BeschĂ€ftigten.cite-ref-37[37] ZweitgrĂ¶ĂŸtes Unternehmen ist die seit 1899 ansĂ€ssige Firmengruppe Appl. Die Druckerei beschĂ€ftigt an verschiedenen Standorten rund 800 Menschen.

Seit 1896 besteht die Raiffeisen-Volksbank Wemding.

ArbeitsplÀtze

Nach der amtlichen Statistik gab es 2017 in der Stadt 3661 sozialversicherungspflichtige ArbeitsplÀtze. Von der Wohnbevölkerung standen 2590 Personen in einem versicherungspflichtigen BeschÀftigungsverhÀltnis. Die Zahl der Einpendler war damit um 1071 höher als die Zahl der Auspendler. 67 Einwohner waren arbeitslos. Im Jahr 2018 waren in Wemding 3.771 sozialversicherungspflichtig beschÀftigte Arbeitnehmer tÀtig (bei 5.801 Einwohnern zum 31. Dezember 2017).

Tourismus

Tourismus in der Stadt Wemding

Seit 1972 ist Wemding mit dem PrĂ€dikat „Anerkannter Erholungsort“ ausgezeichnet. Fremdenverkehr und Gastronomie bilden ein wichtiges ökonomisches Standbein der Stadt. Wemdings mittelalterliche Altstadt ist seit Jahren als Touristenziel beliebt. Im Jahr 2014 zĂ€hlte die Stadtverwaltung 52.278 Übernachtungen in den erfassten Betrieben mit mehr als acht Betten.

Die 2016 neu gestaltete Tourist-Information Wemding liegt in unmittelbarer NĂ€he des Marktplatzes. Neben einer örtlichen ImagebroschĂŒre und StadtplĂ€nen liegen auch Informationen zum Freizeitangebot und den SehenswĂŒrdigkeiten in und um Wemding bereit und Souvenirs werden verkauft. GruppenfĂŒhrungen werden ganzjĂ€hrig angeboten. In den Sommermonaten finden öffentliche FĂŒhrungen (StadtfĂŒhrungen, Turmbesteigungen) statt.

Tourismus in der Umgebung

Neben der Stadt selbst hat sich auch die Umgebung mit dem geologisch einmaligen Rieskrater zur Touristenattraktion entwickelt. Dieser wurde im Jahr 2022 als UNESCO Global Geopark zertifiziert. Mit der Lage am Kraterrand des Rieses bietet die Stadt Zugang zu zwei verschiedene Urlaubsregionen: der Ebene des Rieses und dem Naturpark AltmĂŒhltal mit waldigen und hĂŒgeligen Gebieten. Das Rad- und Wanderwegenetz ist dementsprechend gut ausgebaut.

Wichtige TourismusverbĂ€nde der Region sind das Ferienland Donau-Ries,cite-ref-38[38] der Tourismusverband Naturpark AltmĂŒhltal und der Geopark-Ries. Überregional vertreten ist Wemding im Tourismusverband AllgĂ€u/Bayerisch-Schwaben und der ARGE SchwabenstĂ€dte.

Bildung und Betreuung

‱ Leonhart-Fuchs-Grundschule Wemding mit 181 SchĂŒlerncite-ref-39[39]
‱ Leonhart-Fuchs-Grund- und Mittelschule Wemding mit 213 SchĂŒlerncite-ref-40[40]
‱ Anton-Jaumann-Realschule (Staatliche Realschule) Wemding mit 556 SchĂŒlern (Schuljahr 2019/2020)cite-ref-41[41]
‱ Sprachförderschule Wemding: Schulvorbereitende Einrichtung fĂŒr Sprachbehinderte, Außenstelle der Abt-Ulrich-Schule Kaisheim
‱ Volkshochschule Wemding: Als Außenstelle der VHS Donauwörth werden (seit 1960) Kurse fĂŒr alle Altersstufen in Bereichen wie Informationstechnologie, Gesundheit/Medizin u. a. angeboten.
‱ Stadtarchiv Wemding: Es werden seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts die ĂŒberlieferten Original-Unterlagen (unersetzliche Unikate) zu Verwaltung, Rechtsleben, Handel und Wirtschaft der Stadt archiviert. Im Stadtarchiv finden sich in den Überlieferungen z. B. Einwohnerverzeichnisse, BesitzverhĂ€ltnisse und Hausbesitzerlisten (seit 15. Jahrhundert), Gerichtsakten (u. a. Verhörprotokolle der Hexenprozesse), Marktordnungen, Spital- und andere Stiftungsakten, Unterlagen von ZĂŒnften, NachlĂ€sse, Stadtschreiber-/Ratsprotokolle
‱ StadtbĂŒcherei im Haus des Gastes: mit Kinderveranstaltungen, Leseförderung, WebOPAC, Online-Ausleihe
‱ Kath. Kindergarten St. Emmeram: KrippenplĂ€tze, PlĂ€tze mit Mittagessen, Schulkindbetreuung und Hausaufgabenbetreuung
‱ Kath. Kindergarten St. Marien: KrippenplĂ€tze, PlĂ€tze mit Mittagessen, Schulkindbetreuung Hausaufgabenbetreuung
‱ Kinderherz e. V.: PlĂ€tze Kita plus (Alter: 0 – 6 Jahre), Inklusion PĂ€dagogik, HortplĂ€tze, Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, zum Teil Ferienbetreuung

Persönlichkeiten

‱ Leonhart Fuchs (* 17. Januar 1501 in Wemding; † 10. Mai 1566 in TĂŒbingen) war ein deutscher pflanzenkundiger Mediziner, nach welchem die Fuchsie benannt wurde. Das Geburtshaus, das wegen seiner nur 1,50 m Breite FuchshĂ€uschen genannt wird, steht heute noch am Marktplatz.
‱ Georg Kaisersberger (1519 in Wemdingcite-ref-42[42]; † 1576) war von 1558 bis 1556 als Georg II. der 25. Abt der Reichsabtei Salem.
‱ Johannes Vischer (* 19. Dezember 1524 in Wemding; † 21. April 1587 in TĂŒbingen) war ein Mediziner und Hochschullehrer an der Eberhard Karls UniversitĂ€t TĂŒbingen.
‱ Johannes Scheyring (1454–1516) wurde in Wemding geboren und war Rektor der UniversitĂ€t Leipzig und Domherr in Magdeburg. Er zierte den 1000 Deutsche Mark Schein.
‱ Eva Hohenschildin (* 1584 in Wemding; † 18. Juli 1620 in EichstĂ€tt) wurde in den Hexenprozessen unter FĂŒrstbischof Johann Christoph von Westerstetten hingerichtet.
‱ Mathias Schneid (1840–1893), deutscher Philosoph, 1871 bis 1893 Professor am Lyzeum EichstĂ€tt.
‱ Joseph Schlecht (1857–1925), deutscher Kirchengeschichtler, PĂ€pstlicher EhrenprĂ€lat
‱ Luitgard Im (* 12. Januar 1930 in Wemding; † 21. April 1997 in Wemding) war eine vor allem in den 1950er bis 1970er Jahren sehr gefragte und in etlichen BĂŒhnenrollen bekannt gewordene deutsche Schauspielerin. Sie spielte zum Beispiel als Elektra oder Judith in den gleichnamigen TheaterstĂŒcken von Jean Giraudoux wie auch als Cleopatra in George Bernard Shaws CĂ€sar und Cleopatra. Einem großen Publikum wurde sie in der Rolle der May im Unterhaltungsfilm Wenn sĂŒĂŸ das Mondlicht auf den HĂŒgeln schlĂ€ft nach dem Erfolgsroman von Eric Malpass bekannt. Eine Tafel erinnert an sie an ihrem Geburtshaus.
‱ Johann IV. Roth (1426–1506), Schuhmachersohn aus Wemding, Bischof von Lavant und FĂŒrstbischof von Breslau, unter Kaiser Friedrich III. Kanzler des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation
‱ Veit Amerbach alias Vitus Amerpachius (1503–1557), als Veit Trolmann in Wemding geboren, gelehrter Humanist
‱ Mathias Gabler (1736–1805), Wissenschaftler und Hochschullehrer, Lehrbuch-Autor, Wemdinger Stadtpfarrer und Wemdinger Schulreformator
‱ Robert Schlecht (1740–1802), Abt von Salem und Generalvikar der Zisterzienserklöster in Oberdeutschland, Schwaben und Tirolcite-ref-43[43]
‱ Ernst Steinacker (1919–2008), Bildhauer und Maler. Eine Vielzahl seiner Plastiken und Bilder ist im Wemdinger KunstMuseum Donau-Ries zu sehen. Der Gnadenaltar der Wallfahrtsbasilika und der Brunnen vor der Stadtpfarrkirche sind ebenfalls seine Werke.
‱ Marco Seefried (* 1976), Autorennfahrer

Mit Wemding verbunden

‱ Franz Hessler (1798–1890), Arzt und Indologe, Übersetzer des Ayurveda
‱ Herbert Lang (* 1936 in Tagmersheim), römisch-katholischer Pfarrer und Historiker, EhrenbĂŒrger der Stadt Wemding

Literatur

Über Wemding wurden verschiedene BĂŒcher und BroschĂŒren veröffentlicht. Eine Auswahl davon (in der Reihenfolge des Erscheinungsjahres):

‱ Leo Hintermayr: Sonderdruck „Die beiden ‚ungleichen BrĂŒder‘ von St. Emmeram in Wemding“. Wemding 2020. ErhĂ€ltlich in der Tourist-Information Wemding.
‱ Theo Knoll, Herbert Lang: Wemding – Rundgang, Geschichte. Wemding 2013. ErhĂ€ltlich in der Tourist-Information Wemding und im Buchhandel vor Ort.
‱ Theo Knoll, Ingrid und Veit Steinacker sowie Annette Steinacker-Holst: SkulpturenfĂŒhrer von Wemding. 2012. ErhĂ€ltlich in der Tourist-Information Wemding und im Buchhandel vor Ort.
‱ Herbert Lang: Pfarrkirche St. Emmeram Wemding. Passau 2004.
‱ Anton Diemand: Vom Wild- und Schwefelbad Wemding. Nördlingen 1917.
‱ Leo Hintermayr: Wemding im DreißigjĂ€hrigen Krieg. Wemding 1989.
‱ Leo Hintermayr: Die Entstehung des Kapuzinerklosters in Wemding. Wemding 1988.
‱ Verein Lebendiges Wemding e. V. (Hrsg.): Liebenswertes Wemding. Heimat zwischen Jura und Ries. Wemding 1984.
‱ Thomas Meyer: Das Wildbad von Wemding und seine Geschichte. Nördlingen 1983.
‱ Fritz Voitel: Wissenswertes von Wemding. Wemding 1965.
‱ Josef Seitz: Wemdinger Heimatbuch. Maschinengeschriebenes Manuskript gebunden. Stadtarchiv Wemding 1959.
‱ Josef Seitz: Ortschronik von Wemding. Wemding 1954.
‱ Josef Seitz: Pfarrchronik von Wemding. Wemding 1944.
‱ Josef Schneid: Das Rechtsverfahren wider die Hexen zu Wemding im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts. In: Oberbayerisches Archiv zugleich Forschungen zur Geschichte Bayerns. Band 57. Wemding 1913, S. 118–195
‱ Josef Schneid: Die Stadtmauer von Wemding. Wemding 1910.
‱ Kirchenverwaltung Wemding: Wende deine barmherzigen Augen uns zu. Wemding 1881.
‱ Josef Laber: Chronik von Wemding. Band. I, II: Öttingen 1835/1836, Band III: Nördlingen 1861.

Weblinks

Commons

: Wemding

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikisource: Wemding

– Quellen und Volltexte

Wikivoyage: Wemding

– ReisefĂŒhrer

‱ Website der Stadt Wemding
‱ Website des Geopark Ries
‱ Wappen von Wemding in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte

‱ Wemding: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes fĂŒr Statistik

Einzelnachweise

cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-by-11. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt fĂŒr Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
cite-note-22. ↑ Stadt Wemding in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. September 2019.
cite-note-33. ↑ Stadt Wemding, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium fĂŒr Digitales, abgerufen am 9. Dezember 2021.
cite-note-44. ↑ Kudorfer: Historischer Atlas von Bayern. Teil Schwaben, Nördlingen, S. 36 (geschichte.digitale-sammlungen.de).
cite-note-55. ↑ Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden 17, 898 Mai 18.
cite-note-66. ↑ Philipp Jedelhauser, Die Regesten der Grafen von Hirschberg...(wie Folgeanm.), Nr. 155, 1233; Original: BayHStA MĂŒnchen, Hochstift Regensburg Urkunden 43.
cite-note-77. ↑ Philipp Jedelhauser, Die Regesten der Grafen von Hirschberg (-Ottenburg,-Grögling,-Dollnstein), Kempten 2024; Reg. Nr. 355, 1294 Februar 17, FĂŒrstenfeld; Nr. 448, 1305 MĂ€rz 4; Nr. 467, 1306 September 18, Regensburg (Original: FĂŒrstlich Oettingen-Wallerstein’sches Archiv Harburg (FÖWAH), U. I. 116.
cite-note-88. ↑ siehe Daten der Gesellschaft fĂŒr Leprakunde, MĂŒnster, ĂŒber mittelalterliche Leprosorien in Deutschland (Memento vom 6. Februar 2015 im Internet Archive), abgerufen am 15. Oktober 2016.
cite-note-riezler-204-99. ↑ Sigmund Riezler: Geschichte der Hexenprozesse in Bayern. Cotta, Stuttgart 1896, S. 204 (books.google.de [abgerufen am 9. Juli 2013]).
cite-note-1010. ↑ Wolfgang Behringer: Hexenverfolgung in Bayern. Volksmagie, Glaubenseifer und StaatsrĂ€son in der frĂŒhen Neuzeit. 3., verbesserte und um ein Nachwort ergĂ€nzte Auflage. Oldenbourg, MĂŒnchen 1997, ISBN 3-486-53903-5, S. 303 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-behringer-s259-1111. ↑ Wolfgang Behringer: Falken und Tauben. Zur Psychologie deutscher Politiker im 17. Jahrhundert. In: Ronnie Po-Chia Hsia, Robert W. Scribner (Hrsg.): Problems in the Historical Anthropology of Early Modern Europe (= WolfenbĂŒtteler Forschungen. Nr. 78). Harrassowitz, Wiesbaden 1997, ISBN 3-447-03987-6, S. 259 (uni-saarland.de [PDF; 12,5 MB; abgerufen am 9. Juli 2013]).
cite-note-heydenreuter-1212. ↑ Reinhard Heydenreuter: Vor 400 Jahren: Die Hexenprozesse im bayerischen „Hexennest“ Wemding und der Tod zweier Hexenrichter. In: Bayerische VerwaltungsblĂ€tter. Zeitschrift fĂŒr öffentliches Recht und öffentliche Verwaltung. 141. Jahrgang, Nr. 1/2010. Boorberg, 1. Januar 2010, ISSN 0522-5337, S. II (boorberg.de [PDF; 1,8 MB; abgerufen am 9. Juli 2013]).
cite-note-vogl-1313. ↑ Vogl war als Gerichtsschreiber bereits an den Prozessen von 1609/10 beteiligt gewesen (Heydenreuter, 2010) und inzwischen zum Richter und Kastner aufgestiegen (Zieringer-Nachrichten des Sippenverbands Ziering – Moritz – Alemann. 58. Jahrgang, Nr. 107, Dezember 2010, S. 4 (sippenverband-z-m-a.de [PDF; 3,6 MB; abgerufen am 9. Juli 2013]). ). SpĂ€ter stieg er zum Amtspfleger auf und hatte diese Funktion bis 1651 inne (Joseph Laber: Neue Chronik der Stadt Wemding in Bayern. Vom Jahre 1467 bis 1860. Beck, Nördlingen 1861, S. 169 (bavarica.digitale-sammlungen.de [abgerufen am 9. Juli 2013]). )
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